Montag, 11. April 2011

Erst 2012: Kia Optima kommt später

(Foto: Kia)

Der Marktstart des Kia Optima verzögert sich. Die Mittelklasselimousine des koreanischen Herstellers kommt aufgrund von Produktionsengpässen aktueller Modelle erst im kommenden Jahr.

Die Mittelklasselimousine Kia Optima wird wohl erst 2012 auf dem deutschen Markt angeboten. "Wir wollen für eine hohe Nachfrage gewappnet sein", erklärt Geschäftsführer Martin von Vugt den verzögerten Verkaufsstart. Eigentlich sollte das künftige Flaggschiff des koreanischen Autoherstellers noch in diesem Jahr auf die deutschen Straßen rollen.

Grund für die Verspätung: Die aktuelle Modellpalette läuft deutlich besser als erwartet. Vor allem beim Sportage, einem kompakten SUV, kann die Nachfrage kaum befriedigt werden. Es gibt längere Lieferzeiten für die Geländelimousine, bestätigt Kia. "Daher wollen wir die Einführung des Optima in Ruhe vorbereiten, um hier gar nicht erst Nachfrageengpässe aufkommen zu lassen", so van Vugt. Der Optima soll das erste koreanische Fahrzeug sein, dass auch als Hybridversion angeboten wird.

Topvariante entfällt: Peugeot strafft Modellprogramm des 207

Der Nachfolger des Peugeot 207 kommt im nächsten Jahr auf den Markt. Das aktuelle Modell wurde auf dem Weg zum Altenteil noch einmal neu angepasst.

Mit mehr Ausstattung und neuen Preisen rollt ab sofort der kleine Peugeot 207 auf die Straßen. Sowohl die Limousine als auch die Kombi-Version sind fortan in den drei Ausstattungslinien Filou, Tendance und Premium erhältlich.

In der zu Preisen ab 12.350 Euro erhältlichen Basisversion "Filou" gehören lackierte Seitenschutzleisten, Nebelscheinwerfer, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel und ein Bordcomputer zur Serienausstattung. Die Rückbank verfügt über drei Kopfstützen, so dass selbst bei Vollbesetzung jeder sein Haupt anlegen kann und im Falle eines Unfalles vor allzu starken Schäden bewahrt wird. Radzierblenden setzen optische Akzente.

Die nächsthöhere Ausstattung "Tendance" bietet zusätzlich ein Kühlergrill-Gitter in Chrom-Optik, das bisher dem Topmodell "Platinum" vorbehalten war. Diese Variante entfällt für das letzte Jahr des 207. Außerdem sind ein Lederlenkrad, chromgefasste Instrumente und die Audioanlage WIP Sound an Bord. Erhältlich ist die Variante ab 13.750 Euro.

Neue Energiesteuer der EU: 28 Cent mehr: Dieselpreis vor Preissteigerung

Der Preis des Dieselkraftstoffs könnte drastisch steigen. Die EU-Kommission will am Mittwoch eine neue Energiesteuer-Richtlinie vorstellen. In der Folge könnte der Liter um 28 Cent teurer werden.

Diesel-Kraftstoff könnte im Vergleich zu Benzin künftig deutlich teurer werden. Die EU-Kommission will am Mittwoch eine neue Energiesteuer-Richtlinie vorstellen, nach der Kraft- und Heizstoffe in einigen Jahren gemäß ihrem Energiegehalt besteuert werden sollen. Der Energiegehalt von Diesel ist höher als der von Benzin. Die führende deutsche Tankstellenkette Aral wird künftig an ihren 2500 Stationen wieder das gewohnte Superbenzin mit fünf Prozent Ethanol (E5) und 95 Oktan anbieten.

Den Vorstoß aus Brüssel kritisierte der ADAC als "willkürliche Festlegung". Der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sagte dagegen, die künstliche Subventionierung von Diesel in Deutschland habe Schaden angerichtet und wichtige technische Entwicklungen blockiert.

Diesel würde teurer werden als Benzin

Mit der überarbeiteten Richtlinie wolle die EU-Kommission Energiepreise "zeitgemäßer" machen, sagte ein Sprecher des zuständigen EU-Kommissars Algirdas Semeta. Künftig sollen auch Emissionen des klimaschädlichen Kohlendioxids in die Verbraucherpreise an den Tankstellen einfließen. Unter Berufung auf die EU-Kommission berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Freitag, der Mindeststeuersatz für Diesel müsse deshalb um 17 Prozent über dem von Benzin liegen.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) kritisiert den Plan scharf: "Die Pläne der EU-Kommission würden dazu führen, dass Dieselkraftstoff gegenüber Benzin deutlich teurer würde", warnte der Verbandsvorsitzende Matthias Wissmann. "Bei einem unveränderten Steuersatz für Benzin bedeutet das eine Erhöhung der Energiesteuer auf Diesel um 60 Prozent oder 28 Cent pro Liter. An der Zapfsäule wäre der Liter Diesel damit stets um mindestens 10 Cent teurer als der Liter Benzin". Brüssel plane "eine willkürliche Festlegung", kritisierte auch ADAC-Sprecher Maximilian Maurer.

Der Sprecher von EU-Kommissar Algirdas Semeta schob die Verantwortung für künftige Dieselpreise den deutschen Politikern zu. Teurer als heute werde Diesel nur dann, wenn Deutschland Steuern verlange, die deutlich über den von der EU vorgeschlagenen Mindeststeuersatz hinausgingen, sagte er. An den Tankstellen würden die neuen EU-Reglungen für Benzin und Diesel ohnehin erst 2020 zu spüren sein.

Wieder E5 bei Aral

Zur Wiedereinführung von Superbenzin mit fünf Prozent Ethanol (E5) und 95 Oktan sagte Aral-Tankstellenchef Stefan Brok, damit komme man dem Wunsch der Kunden nach. Gleichzeitig werde die vorübergehend ausgesetzte Umrüstung auf Super E10 mit zehn Prozent Bio-Ethanol in Nord- und Westdeutschland wieder aufgenommen. Künftig gibt es an den Aral-Tankstellen damit drei Benzinsorten: Superbenzin E5 und E10 mit 95 Oktan sowie eine Premium-Sorte mit 98 Oktan oder mehr.

Damit kommen auf Aral und vermutlich auf die gesamte Branche nochmals hohe Umrüstungskosten zu. Die Produktion in den Raffinerien, die gesamte Logistik aus Fahrzeugen und Tanklagern und die Tankstellen müssen künftig drei Benzinsorten handhaben. An den Tankstellen werden die Veränderungen vermutlich erst im Sommer sichtbar werden. Bis Jahresende will Aral sein Tankstellennetz umgestellt haben. "Wir können nicht am Markt vorbeiproduzieren", sagte Aral-Sprecher Detlef Brandenburg. Der Produktmix werde an den Absatz angepasst. Der ADAC begrüßte die Ankündigung von Aral.

Unbeantwortet bleibt zunächst die Frage, wie groß der Preisabstand zwischen E5 und E10 künftig sein wird. Aral kann als Marktführer schon aus kartellrechtlichen Gründen dazu nichts sagen; letztlich entscheidet auch darüber der Markt. Der ADAC forderte Aral auf, Super E5 zu fairen Preisen anzubieten.

Beim Diesel und Benzin müssen die Verbraucher ohnehin immer tiefer in die Tasche greifen. Benzin kostet inzwischen an Tankstellen hierzulande im Schnitt 1,57 Euro je Liter, Diesel 1,47 Euro. Das ist noch knapp unter den Höchstständen vom Sommer 2008. Der Ölpreis erreichte am Freitag seinen höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete mehr als 124 Dollar je Barrel (159 Liter). Innerhalb eines Jahres ist der Preis für Brent um mehr als 40 Prozent gestiegen. (dpa)

Ab Spätsommer: Range Rover Evoque: Konkurrenz für VW Tiguan und Co.

(Foto: Land Rover)

Der Range Rover Evoque geht mit einem Einstiegspreis von 33.100 Euro in das Rennen um Marktanteile in dem Segment der Kompakt-SUV. Drei Motorisierungen und Ausstattungsvarianten stehen dem kleinsten Range dabei zur Verfügung.

Wahlweise als Drei- oder als Fünftürer tritt der Range Rover Evoque ab Spätsommer dieses Jahres bei den deutschen Händlern an, um sich mit BMW X1, VW Tiguan und Co. im boomenden Segment der Kompakt-SUVs zu messen. Zum Marktstart stehen jeweils drei Motorisierungen und Ausstattungsvarianten zur Wahl. In der fünftürigen Basisversion "Pure" und in Kombination mit dem 110 kW/150 PS starken, handgeschalteten 2,2-Liter-Turbodiesel wird der gefällig gezeichnete Brite ab 33.100 Euro zu haben sein. Mit nur 4,36 Meter Länge ist er für Land Rover-Verhältnisse nicht nur sehr kompakt, sondern kommt in den Einstiegsvarianten als Fronttriebler daher - ein Novum in der Geschichte der Marke.

Dreitürer teurer als Fünftürer

Wer dennoch auf einen Allradantrieb nicht verzichten möchte, muss 1800 Euro mehr und somit mindestens 34 900 Euro auf den Tisch des Händlers legen. In seiner stärkeren Leistungsvariante leistet der Vierzylinder-Turbodiesel 140 kW/190 PS. Als dritte Motoroption schicken die Briten einen 2,0-Liter-Benziner ins Rennen, der dank Turboaufladung und Direkteinspritzung über eine Leistung von 177 kW/240 PS verfügt. Er wird ausschließlich als Allradler ab 39 990 Euro erhältlich sein. Der Normverbrauch liegt auf Selbstzünderseite zwischen 5,7 und 6,5 Litern Diesel und 8,7 Litern beim Benziner.

Kurios: 1000 Euro extra soll die Dreitürer-Variante kosten. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen der Verzicht auf zwei Türen noch ein Argument für einen Preisabschlag waren. Der zuverlässig funktionierende Parkassisstent, der weitgehend selbständig in Lücken stößt, die nur 1,2 mal so groß sind wie das Auto lang ist, verspricht hohen Nutzwert beim Ausritt in die City. Auch das optionale verfügbare Panorama-Glasdach deutet an, dass das Stammrevier des Evoque nicht in erster Linie Wald und Wiese sind. Stattdessen soll das Thema "Lifestyle" beim kleinen Briten groß geschrieben werden. Auf diese Weise will man laut Markenchef John Edwards künftig verstärkt junge Leute und Frauen ansprechen.

Hohe Ansprüche an den Evoque

Unterm Strich also gute Aussichten für das smarte Auto von der Insel. Denn kompakte SUV mit coupéhafter Linienführung liegen derzeit im Trend, das zeigt nicht nur das Beispiel von VWs Erfolgsmodell Tiguan. Um konkrete Absatzerwartungen zu formulieren, sei es aber noch zu früh, heißt es bei Land Rover Deutschland.

Intern geht man allerdings davon aus, dass der "Neue" das Zeug zum bestverkauften Modell der Marke hat, wie Peter Modelhart, Geschäftsführer von Jaguar/Land Rover-Deutschland im Interview mit der Autogazette bereits erzählt hatte. Im ersten Quartal haben die Autobauer von der Insel hierzulande exakt 2021 Fahrzeuge verkauft. Das sind rund ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum.

Diskussion um Tempolimit nach Inferno auf A19

(Foto: dpa)

Die Staatsanwaltschaft hat nach der Massenkarambolage auf der A19 die Ermittlungen aufgenommen. Sie geht dem Vorwurf der fahrlässigen Tötung nach. Insgesamt kamen acht Menschen bei dem schrecklichen Unfall ums Leben.

Die acht Opfer der Massenkarambolage bei Rostock sind identifiziert, erst jetzt wird das ganze Ausmaß des Unglücks deutlich. Drei Frauen und fünf Männer kamen bei dem Inferno auf der Autobahn 19 Rostock-Berlin ums Leben. Sie seien in ihren Fahrzeugen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Rostock am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Die Anwaltschaft nahm Ermittlungen zur Unfallursache auf.

«Es besteht der Verdacht der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung», sagte Staatsanwältin Maureen Wiechmann. Experten der Prüforganisation Dekra sollen klären, «ob Autofahrer angesichts der Sandwand zu schnell oder zu unvorsichtig gefahren sind». Noch am Freitag waren fünf Fahrzeuge an der Unfallstelle bei Kavelstorf beschlagnahmt worden.

Laut Polizei waren am Freitagmittag 82 Fahrzeuge in einer Sandwolke bei Sichtweiten unter zehn Metern ineinandergerast und teilweise in Brand geraten. Bei dem Feuer brannten 40 Autos und vier Lastwagen aus, darunter auch ein Gefahrguttransporter, der im hinteren Abschnitt des Staus stand.

Das Flammeninferno ging nach Angaben der Feuerwehr von nur einem Pkw aus. «Das war ein Auto, das stand mittendrin und brannte», sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Hannes Möller. Der starke Wind habe das Feuer auf benachbarte Wagen übergreifen lassen. Zur Höhe des Schadens konnte die Polizei auch am Sonntag noch keine Angaben machen.

Jüngstes Oper aus Berlin

Nach Angaben der Polizei war ein 34-jähriger Berliner jüngstes Todesopfer des Unfalls vom Freitag. Zu den ältesten Opfern gehöre eine 69-jährige Frau aus Sandersdorf-Brehna (Kreis Anhalt- Bitterfeld) in Sachsen-Anhalt. Zwei Opfer kamen aus Nordbrandenburg, vier aus dem mittleren Mecklenburg. 131 Menschen wurden verletzt, 21 waren am Sonntag noch in medizinischer Behandlung in den Kliniken. Ein Mann schwebte den Angaben zufolge noch in Lebensgefahr. Insgesamt waren 300 Retter im Einsatz. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) dankte ihnen für ihren «unheimlich schweren Einsatz».

Die Aufräumarbeiten an der Unglücksstelle waren nach Angaben der Autobahnmeisterei am Sonntag weitgehend abgeschlossen. Ein Schwerlastkran aus Rostock hob am Vormittag einen ausgebrannten Lastwagen aus dem Straßengraben. Allerdings sei die Bergung schwieriger gewesen als zunächst gedacht, sagte ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei. Die von den brennenden Autos angerichteten Straßenschäden seien aber weitgehend repariert worden.

Am Nachmittag sollte auch die Autobahn in Richtung Rostock wieder freigeben werden. Bereits am Samstag war nach dem Abtransport der Unfallautos und Fahrbahnreparaturen die Strecke Richtung Berlin vollständig freigegeben worden. Dort hatte es zwar auch eine Massenkarambolage gegeben, Feuer war aber nicht ausgebrochen.

BUND: Mitschuld der Agrarindustrie

Die Umweltorganisation BUND gab der Agrarindustrie eine Mitschuld am Entstehen des Sandsturms. Jahrelange Vernachlässigung der Bodenstruktur habe den Humusgehalt sinken lassen, zudem fehlten Hecken als Wind- und Staubbremsen. Der Bauernverband wandte sich gegen diese Darstellung und verwies auf die anhaltende Trockenheit. Dafür könne kein Landwirt etwas, sagte Landes- Bauernpräsident Rainer Tietböhl.

Autobahnmeisterei und Meteorologen sprachen von einer «unglücklichen Verkettung von Zufällen». An der Unfallstelle gab es kein Tempolimit. Landesverkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) verlangte eine Debatte über Geschwindigkeitsbegrenzungen. «Man kann nicht jeden Unfall durch Verkehrsregeln verhindern. Wir müssen aber darüber reden, ob und wie Tempolimits zu mehr Sicherheit beitragen können», erklärte er. (dpa)

E10-Debakel verteuert Sprit und Neuwagen

Das Debakel um die Einführung des Biosprits E10 wird den Sprit- und Neuwagenpreis verteuern. Autofahrer müssen sich an der Tankstelle um Steigerungen von zwei Cent einstellen müssen.

Für das Debakel rund um den Biokraftstoff E10 soll der Autofahrer bezahlen müssen - im wahrsten Sinn des Wortes. Das glaubt zumindest Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Denn dadurch, dass viele Autofahrer kein E10 tanken, sehen sich die Tankstellen dazu gezwungen, das alte E5 wieder anzubieten.

Doch dadurch werden sie die geforderte Beimischungsquote nicht erreichen und es drohen hohe Strafzahlungen, die wahrscheinlich auf den Spritpreis umgelegt werden. Für jeden nicht beigemischten Liter Ethanol muss die Industrie etwa 40 Cent Strafe zahlen. Legt man dies auf den Benzinpreis um, könnte der Preis für Super E5 um bis zu zwei Cent pro Liter verteuert werden.

Aber damit noch nicht genug. Auch die Industrie soll durch die erfolglose E10-Einführung ihre Quoten möglicherweise nicht erfüllen können, nämlich bei den geforderten CO2-Grenzwerten. Dudenhöffer glaubt, dass ab 2012 zusätzlich fünf Gramm des Klimagases über Spritspartechniken eingespart werden müssen. Und das kostet. Rund 300 Euro Aufpreis auf einen Neuwagen soll dies mit sich bringen.

Sonntag, 10. April 2011

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