Der Carens steht seit Anfang
Mai bei den Händlern und wird den Modellen Renault Grand Scenic, Ford Grand
C-Max, VW Touran, Citroen C4 Picasso und Opel Zafira Tourer Konkurrenz machen.
Die Einstiegspreise liegen bei 19.990€ – es gibt auch bei diesem Modell 7 Jahre
Garantie auf die Technik.
Zusätzlich wurden die Preise für die sportlichen Cee’d-Modelle, Cee’d
GT
und Pro Cee’d GT, veröffentlicht: Die 204-PS starken
Turbomodelle starten bei Listenpreisen von 22.990€ (Dreitürer) und 24.490€
(Fünftürer).
Das Kraftfahrt Bundesamt hat die
Neuzulassungsstatistik für den Januar 2012 herausgegeben. Wir haben
daraus die 50 meistverkauften Modelle extrahiert und zeigen Ihnen die
Bestseller des Monats.
Neues Jahr, alte Bekannte. Auch das Jahr 2012 scheint wieder das Jahr
des VW Golf zu werden. Zumindest sichert sich der Wolfsburger überlegen
mit knapp 19.000 Neuzulassungen die beste Startposition. Doch VW hat
neben dem Golf mit dem VW Passat und dem VW Polo auf den weiteren
Plätzen noch andere Bestseller im Verkaufs-Feuer. Auch die Ränge sieben
und acht gehen mit Tiguan und Touran an den VW-Konzern.
Kaum Importmodelle in den Top 50
Die restlichen Plätze in den Top 10 füllen die Mercedes C-Klasse (4),
der Audi A6 (5), der Opel Astra (6), der Ford Focus (9) und die
Mercedes B-Klasse (10). BMW sichert sich mit dem 5er, dem 1er und dem
3er die Ränge 11, 12 und 16. Der Skoda Octavia auf Rang 13 platziert
sich als bestes Importmodell.
Den Titel höchster Neueinsteiger sichert sich im Januar der VW Up,
der sich auf Rang 23 tummelt. Den ersten Koreaner findet man mit dem
Hyunfdai i30 auf Platz 25 der Bestenliste. Bestseller bei den
japanischen Marken ist der Nissan Qashqai auf Rang 33. Die Autonationen
Italien und Frankreich rangieren noch weiter hinten. Der Fiat 500
sichert sich Rang 37, der Renault Mégane den 40. Platz.
"Das hier ist sympathisch einfach", sagt
VW-Markendesigner Klaus Bischoff, und hält sein iPhone hoch. "Und das
ist einfach und obendrein preiswert: das Bic-Feuerzeug." Genauso soll
der neue Kleinstwagen von VW sein, der Up. Wir haben das Auto mit dem 75-PS-Benziner getestet.
Zunächst nur als Dreitürer
Den 3,54 Meter langen Up gibt‘s zunächst nur als Dreitürer mit vier
Sitzen. Die Verarbeitung lässt hier und dort bei unserem Vorserienauto
noch zu wünschen übrig, etwa am Übergang zwischen Türinnenverkleidung
und blankem Metall. Doch sonst ist der Innenraum zumindest bei unserem
gut ausgestatteten Testwagen schick. Im Fond ist die Kopffreiheit auch
für Erwachsene gut ausreichend, der Beinraum aber knapp. Dass es bei
Kleinstwagen auch besser geht, zeigt der Daihatsu Cuore. Der Kofferraum
bietet 251 bis 951 Liter Volumen. Damit liegt der Up auf Niveau der
Klassenbesten und erreicht sogar fast Polo-Maße. Ein weiteres Plus ist
der Einlegeboden, der ab der mittleren Ausstattung Move Up serienmäßig ist.
Zwei Motoren ab Start
Ab Marktstart wird der Up mit zwei Dreizylinder-Einliter-Benzinern
angeboten. Die von uns erprobte 75-PS-Version beschleunigt zügig,
erscheint subjektiv viel flotter als der Standardsprint in 13,2 Sekunden
vermuten lässt. Das Motörchen läuft zudem trotz fehlender
Ausgleichswelle sehr ruhig. Die Fünfgang-Schaltung funktioniert ohne
Probleme, mit einer Ausnahme: Der Rückwärtsgang hat aus Kostengründen
keine Sperre. Die Lenkung legt einem keine Hindernisse in den Weg. Es
handelt sich serienmäßig um eine elektromechanische Servolenkung.
Nicht so sparsam wie der Fiat 500 Twinair
Der Spritverbrauch liegt mit 4,7 Liter je 100 Kilometer gut, ist aber
nicht Spitze. Der Fiat 500 TwinAir braucht nur 4,1 Liter – bei
überlegenen 86 PS. Sparsam ist der neue VW aber durchaus, vor allem als
BlueMotion-Technology-Version mit Start-Stopp-Automatik
und einem Verbrauch von 4,3 Liter. Wer Wert auf extrem niedrige
Spritkosten und CO2-Emissionen legt, muss bei VW bis Anfang 2012 warten.
Dann kommt eine Erdgasversion,
die nur 79 Gramm CO2 je Kilometer emittiert – Rekord für ein Fahrzeug
mit Verbrennungsmotor. Gar kein CO2 stößt der Up Blue-e-Motion aus, der
2013 starten soll.
Einziges Notbremssystem der Klasse
Aber nicht nur der Motor gefällt, auch das Fahrwerk hat VW gut
hinbekommen. Natürlich sind Autobahn-Vielfahrer mit dem Up schlecht
bedient, natürlich wankt das kleine Ding in schnell gefahrenen Kurven.
Aber für
ein so kleines Fahrzeug ist der Fahrkomfort insgesamt erstaunlich.
Außerdem sind ESP und vier Airbags Serie. Darüber hinaus ist der Up
neben den demnächst startenden Konzernverwandten Skoda Citigo und Seat
Mii der einzige Kleinstwagen mit Notbremssystem. Dieses wirkt bei
Geschwindigkeiten zwischen fünf und 30 km/h und soll in diesem Bereich
Kollisionen mit frontalen Hindernissen verhindern können. Das System ist
als Paket mit Tempomat und Parkpiepsern hinten für 590 Euro zu haben –
allerdings nicht für die Basisversion.
Luft-Problem bei der Notbremsung
Das Gerät stammt wie die von Volvo und Ford vom Zulieferer Continental. Die Sensorik
basiert auf einem Laser, der im Innenspiegel- Fuß installiert ist. Sein Lichtfächer deckt einen Bereich bis zehn Meter vor dem Auto ab. Aus der Laufzeit der reflektierten Signale errechnet das System die
Distanz. Unterschreitet sie einen kritischen Wert, wird zunächst das
Bremssystem vorkonditioniert, dann der hydraulische Bremsassistent
scharf geschaltet und schließlich eine Notbremsung durchgeführt – wenn‘s
sein muss, auch eine Vollbremsung bis zum Stand. Wir erprobten das
System an einem aufblasbaren Hindernis. Ergebnis: Während es bei
Dutzenden anderer Testwagen funktionierte, klappte es ausgerechnet bei
unserem Fahrzeug nicht richtig. Zwar wurden wir gebremst, aber bei allen
fünf Durchläufen prallten wir auf das Hindernis auf – auch ein
VW-Experte machte es nicht besser. Erklärung vom Hersteller: Offenbar
war bei unserem Vorserienfahrzeug nach der Installation einer Komponente
die Luft nicht sorgfältig genug aus dem Bremssystem entfernt worden.
Pfiffige Navi-Lösung
Eine weitere Besonderheit des Up ist das Navigationssystem maps+more.
Dabei handelt
es sich um ein Mobilnavi auf Basis des Navigon 70 Premium. Das Gerät mit
Fünf-Zoll-Touchscreen wird in eine ordentliche Halterung am
Armaturenbrett eingesetzt. Das gibt es allerdings bereits bei mehreren
Herstellern. Neu ist aber, dass das Gerät über seine Anbindung auch
Fahrzeugdaten erhält. So kann man mit dem Navi zum Beispiel einen virtuellen Drehzahlmesser anzeigen – bei der
Basisversion ist dieser nicht serienmäßig im Kombiinstrument vorhanden.
Oder man lässt sich den Verbrauch der letzten Minuten ausgeben. Sind
Parkpiepser an Bord, liefert das Navi-Display beim Rückwärtsfahren eine
grafische Anzeige. Beim Abstellen des Autos speichert das Navi außerdem
die Position, sodass man den Up mithilfe des mitgeführten Navis leichter
wiederfindet. Nur den schönsten Zusatznutzen hat VW dem Gerät
verweigert: Die Tachoanbindung für die Navigation. Tritt im Tunnel ein Stau auf, wird man also auch hier an der falschen Stelle zum Abbiegen
aufgefordert. Trotzdem: maps+more ist eine gute Idee. Es kostet 355
Euro, setzt allerdings ein ebenso teures CD-Radio voraus, über das dann
auch die Navigationsansagen ertönen.
Spartanischer Take Up
Damit sind wir bei der Ausstattung. Die Basisversion Take Up beinhaltet
über die schon erwähnten Elemente ESP und vier Airbags hinaus nur die
Easy-Entry-Einstiegshilfe. Die Außenspiegel werden manuell eingestellt,
die Fenster gekurbelt, die Türen einzeln per Schlüssel abgesperrt – so
ist das bei Basis-Kleinstwagen halt. Die meisten Käufer werden wohl eine
Stufe höher einsteigen, beim Move Up. Hier gibt es neben den Dash Pads
und einem Handschuhfach mit Klappe auch eine geteilt umklappbare
Rücksitzlehne – die Bank selbst ist hier ebenfalls nur ungeteilt
klappbar. Weitere Serienausstattung
ein Drehzahlmesser, elektrische Fensterheber vorne und eine
Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Sinnvoll erweitern lässt sich
dieser Kern mit dem "Cool & Sound"-Paket für 895 Euro.
Mit 75 PS ab 10.450 Euro
Der Up ist ab 9.850 Euro zu haben – mit 60 PS und spartanischer Basisausstattung.
Die
75-PS-Version gibt es ab 10.450 Euro und mit der nicht ganz so mageren
Move-Ausstattung
kostet das Ganze 11.250 Euro. Zum Vergleich: Der Fiat 500 ist ab 11.400
Euro zu haben. Dafür erhält man nur einen 69-PS-Benziner, allerdings mit
mehr Serienausstattung als bei VW. Die neuen Up-Brüder von Skoda und
Seat sollen unter 9.000 Euro kosten, allerdings noch weniger
Serienausstattung haben. Günstiger wird es auch beim Kia Picanto 1.0 mit
69 PS: Hier geht es ebenfalls schon bei 8.990 Euro los. Wenn Länge,
Innenraumambiente und Sicherheit keine Rolle spielen, ist der Dacia
Sandero zu Preisen ab 6.990 Euro unschlagbar. Aber man sieht schon an
diesen Vergleichen: Völlig überteuert ist der VW keineswegs.